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Wasserball Oberliga Männer - 4. Spieltag

03.03.2019

 

 

Görlitzer Wasserballer kämpfen sich zum Tabellenführer nach Hinrunde

 

 

Mit nur einem bisher abgebenen Punkt reisten die Wasser-Männer des SV Lok Görlitz am vergangenen Sonntag wieder in die Landeshauptstadt um die Hinrunde der aktuellen Saison zu beenden. Dabei trafen sie mit dem USV TU Dresden auf den direkten Tabellennachbarn sowie mit Bautzen auf den Lokalrivalen aus der Senfstadt.

 

Leider musste das Team dabei auf seinen langjährigen Spielertrainer Steffen Hänisch verzichten und zudem auch noch auf den Torwart Eric Maetschke. Zum Glück sprang kurzer Hand der routinierte Keeper Gerd Hoffmann nochmal ein und unterstützte seine Mannschaft. Den Feldspieler mussten die übrigen Männer im Wasser kompensieren. Auf alle Fälle reisten die Neißestädter mit voller Mannschaftsstärke von 13 Mann nach Dresden.

 

 

SV Lok Görlitz - USV TU Dresden     17:6   (2:1; 5:1; 5:2; 5:2)

 

Das erste Spiel des 4. Spieltages war besonders wichtig, da im Kampf um den Titel die errungenen Punkten gegen den direkten Titelaspiranten quasi doppelt zählen. Es war demnach allen klar, welchen Ausgang das Spiel haben sollte, und dass jeder hierfür auf dem großen Spielfeld wirklich alles geben muss. Hierfür haben die Männer in den Ferien zuvor separate Trainingseinheiten eingeschoben und waren hochmotiviert.

 

Das Spiel wurde geleitet von zwei Unparteiischen aus Erfurt, die akkurat, konsequent und vor allem gleichbleibend entschieden. Und der SV konnte von Beginn an recht gut darauf einstellen. Man fand sofort ins Spiel, nutzte durch Matthias Jackisch gleich die ersten sich bietenden Chancen und ging gleich mit 2:0 in Führung. Die Abwehr konnte zudem an den bekannten starken Verbund der letzen Punktspiele anknüpfen und spielte sicher, gemeinsam sowie einander unterstützend im Rückraum. Mit 2:1 ging es in die erste Pause.

Ruhig und konzentriert spielte Lok weiter und konnte kontinuierlich seine Führung ausbauen. Auf das 3:1 folgte das 4:1, auf das 5:1 das 6:1, gefolgt vom 7:1. Der Gegentreffer der Dresdener zum 7:2 kurz vor dem Seitenwechsel hatte kaum Gewicht.

 

Über diesen Verlauf waren die Lok-Männer schon etwas verwundert, hatten sie doch mit etwas mehr Gegenwehr gerechnet. Vor den Dresdenern hatten sie schon etwas Respekt, da sie einem jederzeit wichtige Punkte streitig machen können. Lok hat auch mehrfach gegen diese Mannschaft verloren. Und so konzentrierte man sich weiterhin auf die Chancenverwertung im Angriff, auf die Defensive sowie auch auf die Entscheidungen am Beckenrand. Während sich der Gegner mehr und mehr aufrieb sowie auch mit den Herausstellungen und Stürmerfouls haderte, spielte Lok nahezu ungewohnt ruhig und gelassen die Partie weiter. Es funktionierte einfach alles, das Zusammenspiel passte perfekt und die Leistung des Ersatztorwartes reihte sich phantastisch in dieses Spiel ein. Die beiden verbleibenden Viertel endeten jeweils mit 5:2 Treffern für die Görlitzer und führten zu dem sicheren Viertelergebnis von 12:4 sowie dem 17:6 Endstand. Ein unerwarteter und toller Sieg für die Herren - und für das Punktekonto um den Titelkampf ein ganz wichtiger.

 

 

SV Lok Görlitz - MSV Bautzen 04     8:7   (1:1; 1:1; 2:1; 4:4)

 

Mit diesem Spiel in den Knochen waren die Lok-Männer erst einmal auf der sicheren Seite und sollten dennoch auch das Spiel gegen den Lokalrivalen auf keinen Fall unterschätzen. Schließlich wäre es schade, diesen Vorsprung allzu leicht aufs Spiel zu setzen und gegen Bautzen wieder zu verlieren. Bautzen ist derzeit eher am Tabellenende zu finden, hatte aber an diesem Tag noch keine Partie absolviert und war frisch - zudem hat sie Lok schon oft wichtige Punkte abgerungen.

 

Warum diese zweite Begegnung spielerisch nicht an die erste an diesem Tag anknüpfte, kann auch im Nachhinein nicht wirklich jemand erklären. Lok wusste auch, welche Spieler der Bautzener am wichtigsten waren und welche es demnach in den Griff zu bekommen galt. Dies funktionierte auch überwiegend. Aber die Ergebnisse in der Offensive ließen leider auf sich warten. Zu verkrampft gestalteten sich die Angriffe; starr und statisch stand die Offensive. Der Gegner spielte konsequente Pressdeckung ab der Mittellinie und kaum ein Görlitzer bewegte sich. Und wenn dann wurde gekämpft, wenig vom Unparteiischen honoriert. Die Chancenverwertung ähnelte kaum derer des ersten Spiels und jedem (ohnehin schon seltenen) Görlitzer Treffer folgte ein Bautzener. Vor allem auch dem herausragend spielenden Centerverteidiger und Mannschaftskapitän René Funk war es zu verdanken, dass die Gegentreffer nicht überwogen. Mit einem knappen 1:1 ging es in die erste Pause.

Auch der weitere Verlauf der Partie war unverändert und Lok fand kein richtiges Mittel, einen komfortablen Vorsprung zu erzielen. Überzahlspiele gelangen nicht, Pässe waren zu ungenau und ein Strafwurf endete mit einem Torerfolg des Gegners. Nahezu nichts was der SV unternahm führte zum Erfolg und dennoch kämpfte die Mannschaft weiter, um den nötigen Sieg davon zu tragen. Auf den Görlitzer Treffer folgte kurzerhand wieder ein Bautzener und beim 2:2 ging es in die Halbzeitpause.

 

Der Kampfgeist der Lok-Männer war ungebrochen oder war nun vielleicht auch gerade erst richtig geweckt. Zumindest liefen die folgenden Minuten ein wenig erfolgreicher für den SV. So gelang es ihnen sogar nach dem erneuten Führungstreffer einen weiteren Treffer zu erzielen und legten mit einem sehr schönen Überzahlspiel weiter nach. Bis auf 7:3 konnten die Neißestädter davonziehen und hätten von da an die Partie eigentlich nicht mehr aus der Hand geben dürfen. Aber es wurde nochmal äußerst eng. Bautzen spielte cleverer und erzielte durch einige Einzelleistungen noch einige weitere Treffer. Görlitz tat sich erneut äußerst schwer und schaffte es nicht, seine Zweikämpfe, Center- und auch Konterspiele mit einem Treffer zu belohnen. Am Ende hatten sie sogar Glück, dass die Spielzeit für alle abgelaufen war und der Endstand von 8:7 auf der Anzeige zu lesen war. So ging die Begegnung zwar nicht schön aber erfolgreich zu Ende und der SV führt nach beendeter Hinrunde die Tabelle an.

 

 

Es spielten: G. Hoffmann (Tor), R. Jenkner, N. Hänisch, B. Schulz (2), S. Kotz (6), P. Schubert (6), Th. Köhring (2), M. Jackisch (3), N. Gayk (5), R. Funk (1), T. Burkert, F. Pilz, M. Lange

 

 

 

Foto: Sebastian Kotz führt derzeit die Torschützenliste der Oberliga an

 
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