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Wasserball Oberliga Sachsen

03.02.2018

 

 

 

Grandiose Leistung vor heimischer Kulisse

 

Es war ein gruseliger Tag, als sich die Wasserballer der ersten Männermannschaft am Nikolaustag auswärts in der Landeshauptstadt gleich zwei Mal geschlagen geben mussten. Das die Lok-Männer die gesamte Saison mit blütenweißer Weste überstehen, das ist ja bekanntlich schon etwas länger her. Aber nach dem ersten Spieltag gegen die beiden Dresdener Mannschaften mit 12:14 und 4:8 zu unterliegen und auf dem letzten Tabellenplatz zu landen, das hat sich wohl keiner der Männer so recht vorstellen können. Und so war es selbstverständlich das Vorhaben am vergangenen Samstag, die Mannschaft wieder ins richtige Licht zu rücken und zu altbekannter Stärke zurückzufinden.

 

SV Lok Görlitz – SWV TuR Dresden II        24: 7   (6:2; 5:2; 4:3, 9:0)

 

Gleich am 2. Spieltag trafen die Lokmänner erneut auf die zweite Mannschaft des TUR Dresden, deren Hinspiel eben mit einem schmerzlichen 4:8 ausging. Klar, dass das im heimischen Neißebad anders ausgehen sollte. Trotz der Erkrankung des Neuzuganges aus Schwedt und dem neuen letzten Mann, Eric Maetschke, im Tor, war jede Position im Wasser mit 2 Mann besetzt. So spielte es sicherlich eine gewisse Rolle, dass das Becken etwas kleiner ausfällt, als das in Dresden, und jeder Spieler einen direkten Auswechselkandidaten hinter sich wusste. Hinzu kam, dass der Gegner ein-zwei Spieler zu Hause lassen musste und der SV von seinen zahlreich erschienenen Zuschauern zusätzliche lautstarke Unterstützung erhielt.

 

Von Beginn an wollte man jeglichen Rückstand vermeiden und konzentrierte sich besonders auf die Abwehr. Jeder Spieler hatte ab der Mitte seinen direkten Gegner press zu decken und so jeden aufkeimenden Spielfluss der Dresdener sofort zu unterbinden. Bei Ballgewinn hieß es, sofort auf Umkehrspiel umzuschalten und allesamt zügig nach vorn zu spielen. Und die Taktik ging vollkommen auf. Auf den ersten Treffer des Kapitäns Rene Funk folgte sein zweiter - und das Eis war gebrochen. Die gesamte Mannschaft spielte zusammen, half sich untereinander, hatte den Blick für den freien Mann und zeugte von Selbstvertrauen. Unterstützt von einer hervorragenden Leistung des neuen Keepers lies Lok auch rein gar nichts anbrennen und spielte das Viertel mit 6:2 zu Ende. Viertel zwei schloss sich an dieses sehr schön anzusehende Spiel an und dem SV gelang es, mehr und mehr davonzuziehen. In Unterzahl eroberten sie oft den Ball und konnten ihre eigenen Überzahlen zudem oft im Tor unterbringen. Dabei sahen diese nicht wirklich schön aus und folgten nicht immer der vorgenommenen Taktik. Aber zur Halbzeit stand ein komfortables 11:4 auf der Tafel.

 

Nachdem die Lok-Männer das bekannt schwierige dritte Viertel mit 4:3 für sich entscheiden konnte, gab es kein Halten mehr. Unterstützt von drei persönlichen Fehlern des Dresdener Spielmachers, was mit seinem Ausschluss verbunden war, wurde das Schützenfest eröffnet. Mit einem grandiosen 9:0 endete der letzte Abschnitt der Partie, wobei sich die Torschützen durch die Bank weg abwechselten. Am Ende stiegen die Männer beim 24:7 Endstand erleichtert aus dem Wasser und sahen optimistisch dem zweiten Spiel entgegen.

 

 

SV Lok Görlitz – MSV Bautzen 04        26:9   (6:5; 10:1; 4:1, 6:2)

 

Die Partien gegen Bautzen gestalten sich schon immer schwierig. Vor dem Spiel kann niemand wirklich sagen, wer diese für sich entscheiden wird. Zuletzt hat Bautzen im Neißebad sogar zwei Punkte ergattern können. Und so hatten die Görlitzer natürlich noch eine Rechnung offen und wollten das Spiel unbedingt für sich entscheiden. Die Taktik war ganz klar am ersten Spiel angelehnt. So hat sich das Press-Spiel ab der Mitte bewährt - besonders die beiden stärksten Spieler der Bautzener galt es in den Griff zu bekommen. Zwar ging diese Taktik auf, doch auch die anderen Spieler konnten gezielt mit Fernschüssen den Kasten treffen. Und so geriet der SV zu Beginn sogar 2:4 in den Rückstand. Die Stimmung war etwas gereizt - das Spiel mehr und mehr körperbetont. Und Lok kämpfte sich auf 4:4 heran und erzielte das 5:4 als ein Dresdener Schiri die Görlitzer Mannschaft mit einer gelben Karte ermahnte. In der Folge beruhigten sich die Gemüter ein wenig und beim 6:5 ging es in die erste Pause. Und diese tat den Lok-Männern besonders gut oder schadete auf irgendeine Weise den Gästen. Aber nach dem Anpfiff besann sich jeder wieder auf seine Aufgabe und lies kaum mehr Angriffe der Senfstädter zu. Mit schnellen Kontern, vor allem über die Rechte Seite mit Benjamin Schulz, zog Lok mit 10:1 auf ein 16:6 zur Halbzeit davon.

 

Der Rest des Spieles gestaltete sich als Rutine und wurde konzentriert zu Ende gespielt. Die Viertelergebnisse mit 4:1 und 6:2 ließen auch nichts mehr anbrennen und beendeten die Partie mit dem zweiten stolzen Ergebnis des Tages - dem 26:9.

 

 

Es spielten: E. Maetschke (Tor), St. Hänisch (4), M. Rubel (5), B. Schulz (10), S. Kotz (8)  P. Schubert (3), Th. Köhring (5), M. Jackisch (7), N. Hänisch (1) ,R. Funk (3), T. Burkert (1), M. Tietz (1), M. Lange (2)

 

 

 

 

Foto: Wasserball-Oberliga Sachsen in Görlitz

 
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