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Wasserball U16 Landesmeisterschaft 2. Spieltag

30. 04. 2022

U16 schlägt Titelfavoriten und übernimmt die Tabellenführung in der Landesmeisterschaft

Der zweite Spieltag der U16-Landesmeisterschaft war für die Görlitzer Jugend endlich mal wieder ein Heimspieltag. Nach dem mäßigen Start im Februar mit einem Sieg und einer Niederlage gegen die beiden Plauener Vereine erwartete das Lok-Team im Neiße-Bad die Konkurrenz aus Leipzig und Zwickau. Zumindest gegen letztere Mannschaft schien der zweite Saisonsieg realistisch.

Das erste Spiel gegen den SC DHfK Leipzig sollte dagegen erwartungsgemäß schwer werden. Die Messestädter gelten als Titelfavorit in der Liga, schließlich sammeln sie zusätzliche Spielpraxis in der Ostdeutschen U16-Liga und bezwangen dort erst vor wenigen Monaten die namhafte Mannschaft von Spandau Berlin. Interessanterweise spielten sowohl für Lok als auch bei DHfK jeweils zwei Dresdner Gastspieler, welche die Teams nochmal verstärkten. Die Görlitzer rechneten gegen Leipzig nicht mit einem Punktgewinn, wollten jedoch vor heimischen Publikum eine kämpferische Leistung zeigen.

Für die erste Überraschung sorgten die Leipziger direkt vor Anpfiff: anstatt den stärksten Akteuren sprang die nominell zweite Garde ins Wasser. Hatte der Leipziger Trainer die Görlitzer unterschätzt, sollten die jüngeren Spieler Erfahrungen sammeln oder war es eine Art Taktik, den Görlitzern einen Vorsprung zu geben? Es blieb ein Rätsel. So rieben sich alle Beteiligten verwundert die Augen, als die Görlitzer Jungs von Beginn an das Zepter übernahmen und mit schnellen Schwimmzügen ihre Konter ausspielten. Das erste Viertel entschieden sie mit 5 zu 0 für sich. Angesichts des Spielstandes durften nun allmählich die stärkeren Leipziger Jungs ins Geschehen eingreifen, doch am einseitigen Spielverlauf änderte dies zunächst einmal nichts. Die Görlitzer zogen bis auf 11 zu 0 davon, erst dann kam Leipzig zu ersten Treffern. Beim Stand von 14 zu 3 wurden die Seiten gewechselt. In der Halbzeitpause schworen sich die Lok-Jungs nochmal ein; den Sieg wolle man sich nicht mehr nehmen lassen, wohlwissend, dass die Leipziger nun Ernst machen und die Kräfte auf Görlitzer Seite schwinden würden. Dies ist auf die geringe Trainingsbeteiligung einer Lok-Jungs in den vergangen Monaten zurückzuführen; bei kurzen Sprints spielt das keine Rolle, wohl aber mangelt es an der Kondition. Und so lahmte das Görlitzer Angriffsspiel im dritten Viertel zunehmend, während die Leipziger über ihre Centerspieler und vor allem über Konter zu leichten Treffern kamen und den Rückstand verkleinerten. Zudem stellte die immense Zahl an Herausstellungen ein großes Problem dar – etliche Görlitzer waren spätestens im dritten Viertel mit zwei persönlichen Fehlern vorbelastet und drohten bei einer dritten das Wasser verlassen zu müssen. Zwischenzeitlich kamen die Leipziger bis auf fünf Tore heran, doch dann berappelten sich die Lok-Jungs wieder und gingen mit einer 17:11-Führung in die letzte Viertelpause. Zu diesem Zeitpunkt musste Karl allerdings schon wegen dreier persönlicher Fehler zuschauen. Als direkt zu Beginn des Schlussabschnittes mit Gustav ein weiterer Görlitzer Schlüsselspieler seine dritte Herausstellung bekam und damit ausfiel, drohte das Spiel endgültig zu kippen. Da Lok im Angriff mittlerweile völlig wirkungslos war, lautete nun die Devise: Ball halten und die Zeit herunterspielen, um den Vorsprung ins Ziel zu retten. Dies klappte jedoch nur mittelmäßig gut. Binnen kürzester Zeit verkürzten die Leipziger auf 17 zu 14. Danach folgten einige torlose Minuten, was den Görlitzern in die Karten spielte. In den letzten zwei Spielminuten erreichte das Drama seinen Höhepunkt, als Leipzig tatsächlich den Anschlusstreffer zum 17 zu 16 erzielen konnte und noch genügend Zeit blieb, um den Ausgleich zu schaffen. Der folgende Görlitzer Angriff brachte nichts ein, Leipzig kam noch mal vors Tor und Willi bekam seine dritte Herausstellung. In Unterzahl verteidigten die verbleibenden Görlitzer ihren Kasten mit letzter Kraft, konnten drei Sekunden vor Ende den Ball ergattern und gaben ihn nicht mehr her. Damit wurde der Sieg doch noch haarscharf ins Ziel gebracht. Die Partie hätte keine Minute länger dauern dürfen, sonst hätte Leipzig vermutlich das Spiel gedreht. Und das obwohl die Messestädter über weite Strecken eine seltsam schwache Leistung zeigten; sie leisteten sich etliche Fehlabspiele und Fehlwürfe und ließen teilweise den Eindruck zu, das Spiel (oder den Gegner) nicht ernst zu nehmen. Trotzdem ein sensationeller Sieg aus Görlitzer Sicht, der entsprechend gefeiert wurde.

Selbstbewusst wollten die Lok-Jungs nun auch das zweite Spiel des Tages gegen Zwickau für sich entscheiden. Der Trainer appellierte daran, nicht in Arroganz zu verfallen und den Gegner zu unterschätzen. Auch wenn die Konzentration nicht hundertprozentig vorhanden war, starteten die Lok-Jungs engagiert und zogen schnell davon – sowohl im Wasser, als auch auf der Anzeigetafel. Die Zwickauer hatten nicht viel entgegenzusetzen. Zwar kamen sie hin und wieder zu Ehrentreffern, doch die Überlegenheit der Görlitzer war zu groß, als dass eine ähnliche Dramatik wie im ersten Spiel denkbar gewesen wäre. Mit 34 zu 7 endete dieses Match. Die Treffer verteilten sich gleichmäßig auf alle Lok-Jungs; jeder - inklusive Torwart Theo - erzielte an diesem Samstag mindestens ein Tor.

Dank der überraschenden Maximalausbeute von vier Punkten an diesem Spieltag ist das Lok-Team auf Platz 1 in der Tabelle der U16-Landesmeisterschaft geklettert, punktgleich mit Leipzig. Allerdings haben die Mannschaften vom SC Chemnitz und SVV Plauen zwei Spiele weniger absolviert und können noch aufholen. In jedem Fall hat die Görlitzer U16 die Chance, mit einem Sieg im finalen fünften Spiel gegen den SC Chemnitz, kombiniert mit etwas Schützenhilfe in den übrigen Partien, tatsächlich den Landesmeisterschaftstitel zu erringen, was eine kleine Sensation wäre. Bei einer Niederlage gegen Chemnitz könnte das Lok-Team dagegen sogar noch aus den Medaillenrängen fallen, es ist also alles möglich.

Es spielten für Lok Görlitz (in Klammern: Tore): Theo Schildbach (1), Alexander Arndt (8), Karl Ludewig (2), Ben Kretschmar (1), Wilhelm Thiel (6), Ole Kubitz (5), Gustav Brendler (9), George Jiji (4), Nico Kretschmer (4), Aryan-Elias Neu (1), Paul Engmann (5), Erik Zimmermann (5)

 

aktuelle Tabelle:

Platz

Team

Spiele

Tore

Gegentore

Punkte

 

 

1

SV Lok Görlitz

4

77

42

6

:

2

2

SC DHfK Leipzig

4

65

37

6

:

2

3

SV Zwickau 04

4

40

63

4

:

4

4

SVV Plauen

2

26

16

2

:

2

5

SC Chemnitz

2

24

14

2

:

2

6

SWV Plauen

4

10

70

0

:

8

 

 

Bild zur Meldung: Ein glückliches U16-Team nach zwei Siegen

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