Wasserball Oberliga 3. Spieltag
Mit zwei unzufriedenstellenden Auftritten zu Saisonbeginn und bisher null Punkten im Gepäck reiste die Görlitzer Oberligamannschaft zum dritten Spieltag nach Dresden. Aufgrund von Parallelveranstaltungen konnte das Lok-Team nicht in voller Besetzung an den Start gehen. Trotzdem lautete das klare Ziel, in den Spielen gegen Dresden-Löbtau und Leipzig die ersten Punkte einzufahren.
Die Spielvereinigung Dresden-Löbtau ist Neuling in der Oberliga, jedoch aus vergangenen Turnieren gut bekannt. Mit körperlicher Spielweise versuchten die Landeshauptstädter die Schnelligkeit der jungen Görlitzer Mannschaft auszubremsen. Dies führte oftmals zu Herausstellungen und demzufolge ergaben sich zahlreiche Überzahlmöglichkeiten für Lok. Die Chancen- und Überzahlverwertung gestaltete sich jedoch - mal wieder - unterdurchschnittlich bis phasenweise katastrophal. Aber die Lok-Mannschaft ließ sich davon nicht entmutigen und kämpfte über die gesamte Spieldauer. Mit 3 zu 3 endete das erste Viertel. Zu Beginn des zweiten Abschnitts gab es einen Wermutstropfen, als Gustav aufgrund einer als gefährlichen interpretierten Aktion des Wassers verwiesen wurde. Fortan fehlte Lok ein wichtiger Feldspieler. Dennoch konnte ein knapper Vorsprung herausgeschwommen werden und Görlitz behielt diesen bis zum Schluss. Eine 6:5-Führung zur Halbzeit wurde im dritten Viertel auf 11 zu 8 ausgebaut. Bei Löbtau schwanden allmählich die Kräfte. Die Vielzahl an Herausstellungen machte sich zunehmend bemerkbar. Sieben Minuten vor Schluss waren bereits drei Dresdner Spieler nur noch Zuschauer. Die Görlitzer brachten den Sieg letztendlich mehr oder weniger souverän nach Hause. Dank des 13:10-Erfolges holten sie die ersten Zähler und verließen auch den letzten Tabellenplatz. Beste Görlitzer Torschützen waren Kapitän Rene Funk mit fünf sowie Richard Zschippang und Gunar Domschke mit je drei erzielten Treffern.
Mit diesem positivem Ergebnis im Rücken wollte Lok nun gegen Leipzig nachlegen und die Revanche für die bittere 14:15-Niederlage im November gegen die Messestädter schaffen. Eine Herausforderung in dieser Begegnung war es, die drei Leipziger Spielmacher in den Griff zu bekommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang dies im Laufe der Partie immer besser. Den torgefährlichsten Leipziger, welcher im Hinspiel acht Treffer erzielen konnte, hatte Richard recht gut unter Kontrolle. Die Verbesserungen in der Defensive reichten dennoch nicht aus, um in diesem Spiel die Oberhand zu erlangen. Lok schwamm über die gesamte Spieldauer hinweg einem Rückstand hinterher, blieb jedoch lange Zeit in Schlagdistanz. Leipzig gewann das erste Viertel mit 5 zu 3, Görlitz das zweite mit 2 zu 1. Der dritte Abschnitt war eindeutig der schwächste aus Lok-Sicht. Leipzigs gefährlichste Spieler waren hier nicht zu bremsen und brachten deren Team auf die Siegerstraße. Als zu Beginn des vierten Viertels das 11 zu 6 für Leipzig fiel, schien die Begegnung entschieden. Doch die Lok-Männer bewiesen Moral und kämpften sich in den Schlussminuten noch einmal heran. Mit seinem dritten Tor in dieser Partie erzielte Gustav Brendler den 10:11-Anschlusstreffer knapp zwei Minuten vor Ende. Lok vergab allerdings die Chance zum Ausgleich und auf der Gegenseite brachte ein Strafwurf die Entscheidung zugunsten von Leipzig. Mit 10 zu 12 mussten sich die Görlitzer zum zweiten Mal in dieser Saison knapp den Messestädtern geschlagen geben. Insgesamt aber eine gute Mannschaftsleistung trotz der erneut katastrophalen Chancenverwertung.
Das Görlitzer Team hat nun eine lange spielfreie Pause und greift erst im März wieder ins Geschehen ein.
Es spielten: Tjard Costrau, Alexander Arndt, Gustav Brendler, Gunar Domschke, Nico Kretschmer, Paul Schubert, Jelto Costrau, Richard Zschippang, Rene Funk, George Jiji, Andreas Eichner, Torsten Patzer
Aktuelle Tabelle:
Platz | Team | Spiele | Tore | Gegentore | Punkte | ||
1 | SWV TuR Dresden II | 4 | 75 | 23 | 8 | : | 0 |
2 | SWV Plauen | 4 | 83 | 61 | 6 | : | 2 |
3 | SC DHfK Leipzig | 4 | 64 | 65 | 6 | : | 2 |
4 | SV Halle II | 6 | 79 | 91 | 6 | : | 6 |
5 | SV Lok Görlitz | 6 | 58 | 80 | 2 | : | 10 |
6 | SG Auerbach/ Netzschkau | 2 | 22 | 41 | 0 | : | 4 |
7 | SpVgg Dresden-Löbtau | 2 | 14 | 34 | 0 | : | 4 |
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