Wasserball 1. Männer Oberliga Sachsen
Görlitzer Wasserballer patzen vor heimischem Publikum
Nachdem die 1. Männermannschaft im Februar zum letzten Spieltag zu Hause erstmals 6 Punkte holen konnte, wollte sie dies gern am vergangenen Samstag im Neißebad wiederholen. Diesmal waren die Mannschaften der Spielgemeinschaft aus Auerbach/Netzschkau sowie des Schwimmclubs aus Chemnitz zu Gast.
SV Lok Görlitz - SG Wasserball Auerbach/Netzschkau 12:16 (3:2; 2:4; 6:5; 1:5)
In der ersten Partie gegen die Spielgemeinschaft aus dem Vogtland wollten die Lok-Männer eigentlich als die Stärkere hervorgehen. Unterstützt wurden sie auch diesmal wieder durch den erfahrenen Thomas Fischer, der sich wieder als starker Ersatzkeeper zwischen den Pfosten zur Verfügung stellte. Leider wurde die Mannschaft gleich zu Beginn der Begegnung stark geschwächt und der Schlussmann wurde durch den gegnerischen Centerspieler im Auge verletzt. Von dieser Stelle aus wünschen wir vor allem gute Besserung. Es musste der Ersatzersatztorhüter einspringen.
Die Begegnung war recht ausgeglichen und der Spielstand zumeist unentschieden. Mal gingen die Neißestädter mit einem Treffer in Führung - mal hatten die Vogtländer die Nase vorn. Irgendwie hatte man immer so ein Gefühl, dass die Görlitzer das Spiel schon schaukeln werden. Vor allem, als sie mit stolzem Stand von 5:2 in Führung gingen. Aber dennoch gelang es den Gastgebern einfach nicht, den Sack zuzumachen und diese Führung weiter zu behaupten. Einige Minuten später stand es 5:7 und Auerbach/Netzschkau lag wieder vorn. Dieses Kopf-an-Kopf-Rennen zog sich weiter hin. Nach dem dritten Spielabschnitt zeigte die Anzeigetafel 11:11.
Im vierten Viertel verließ die Görlitzer das Glück und kein Angriff konnte mehr ordentlich abgeschlossen werden. Sie konterten den Gegner aus und erkämpften sich Herausstellungen. Doch trotz der stolzen 7 Überzahlspiele in Folge gelangen es ihnen nicht den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Ob knapp daneben, oft auch genau auf den Tormann oder nur knapp auf der Torlinie - in den Kasten wollte er irgendwie gar nicht mehr. Dem Gegner aber gelangen die Treffer nun viel zu einfach und trübten damit auch die Stimmung der Spieler. Zum Ende hin musste man ein etwas höheres Risiko eingehen, um in der Kürze der Zeit doch noch punkten zu können. Aber weil auch das nicht mehr gelang, zogen die Vogtländer letztlich deutlicher davon, als das Spiel tatsächlich hätte ausgehen müssen. Am Ende unterlagen sie klar mit 4 Treffern.
Es spielten: Th. Fischer, A. Eichner (Tor), St. Hänisch (1), G. Brendler (3), G. Domschke (1), S. Förster (2), P. Schubert (1), V. Großmann, M. Jackisch, O. Kubitz (2), Ri. Funk (2), T. Patzer, J. Herzog
SV Lok Görlitz - SC Chemnitz 1892 17: 9 (2:2; 4:2, 8:3; 3:2)
In der zweiten Begegnung hatten sich die Lok-Männer vorgenommen, dies anders zu machen und die sich ergebenen Chancen effektiver zu nutzen. Und obwohl die gegnerische Torfrau die Görlitzer Strafwürfe oft parieren konnte und auch viele Überzahlspiele vereitelte, war der Sieg für Görlitz diesmal tatsächlich nicht gefährdet. Vor allem im dritten Viertel zogen sie deutlich mit 8:3 Treffern bis auf 14:7 davon, sodass sie den letzten Abschnitt koordiniert zu Ende spielen konnten. Zum Endstand von 17:9 stiegen sie zumindest mit 3 Punkten auf dem Konto aus dem Wasser.
Es spielten: A. Eichner (Tor), St. Hänisch (3), G. Brendler (2), G. Domschke (4), S. Förster (3), P. Schubert, V. Großmann, M. Jackisch (1), O. Kubitz (1), Ri. Funk (3), T. Patzer
Damit finden sich die Görlitzer nun mit 12 Punkten auf dem 5. Platz in der Tabelle wieder - im Mittelfeld. Der Viertplatzierte, die DHfK Leipzig, sind mit 21 Punkten eigentlich nicht mehr einholbar. Die direkten Verfolger aus Halle sowie dem Vogtland sind den Neißestädtern mit 9 Punkten dicht auf den Fersen. Es bleibt spannend.
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