Wasserflohcup U10 Endrunde in Plauen
Beim fünften und abschließenden Spieltag des diesjährigen Wasserflohcups kämpften die neun Mannschaften in drei Dreiergruppen um die finalen Platzierungen. Lok Görlitz spielte in der mittleren Gruppe um die Plätze 4 bis 6 und traf dabei je zweimal auf den SV Zwickau 04 und den SC Chemnitz. Auf dem Papier war man Außenseiter, da man gegen beide Teams in den vergangenen Monaten verloren hatte. Jedoch verbesserten sich die Lok-Jungs im Laufe des Trainingsjahres und erwarteten nun vier Spiele auf Augenhöhe.
Das erste Aufeinandertreffen mit Zwickau wurde zu einer Achterbahn der Gefühle. Lok startete konzentriert und ging durch drei Treffer von Elias in Führung. In den letzten zwei Minuten vor der Halbzeit konnte allerdings Zwickau ebenfalls drei Treffer erzielen und so stand es plötzlich wieder Unentschieden. Der zweite Durchgang verlief ähnlich. Abermals ging Görlitz in Führung, wieder durch drei Tore von Elias. Doch in der Defensive waren die Lok-Jungs oft zu nachlässig. Zu weit weg vom Gegenspieler oder zu langsam im Kopf, wenn es darum ging, von Angriff auf Verteidigung zu schalten und den Rückwärtsgang einzulegen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Zwickauer diese Fehler auch ausnutzen würden. Tatsächlich konnten sie zunächst verkürzen und dann das Spiel sogar drehen. Selbst ein verworfener Fünfmeter brachte die Muldestädter nicht aus dem Konzept. Der Ausgleich fiel 20 Sekunden vor Ende. Anstatt das Siegtor zu erzielen oder sich zumindest ins Fünfmeterwerfen zu retten, verloren die Görlitzer den Ball und kassierten mit dem Schlusspfiff einen weiteren Gegentreffer, welcher die 6:7-Niederlage besiegelte. Sehr ärgerlich, aber immerhin gab es noch drei weitere Spiele zur Wiedergutmachung.
Nach einer etwas längeren Pause trafen die Görlitzer auf die Mädels und Jungs vom SC Chemnitz. Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich Chemnitz gegen Ende der ersten Halbzeit ab und führte mit 4 zu 1. Auch im zweiten Durchgang wurde Lok mehrmals ausgekontert. Zwar kämpften die Jungs, lagen jedoch bald aussichtslos mit 2 zu 8 zurück. Beide Trainer wechselten durch, um allen Sportlern Einsatzzeiten zu geben. Ab diesem Zeitpunkt blühten die Görlitzer nochmal auf. Mit drei Toren konnten sie das Ergebnis etwas korrigieren, mussten dennoch eine 5:8-Niederlage hinnehmen.
Die Rückrunde begann wieder mit dem Spiel gegen Zwickau. Auch diesmal wurde es spannend. Eine ausgeglichene und sehr umkämpfte erste Halbzeit, die beiden Seiten einiges an Kraft abverlangte, endete mit 1 zu 1. Kurz nach dem Seitenwechsel fielen weitere Treffer, es stand aber immer noch Unentschieden: 2 zu 2. Nach mehreren Minuten, die torlos verliefen, nahm Görlitz eine Auszeit, um die erschöpften Jungs im Wasser gegen frische, torgefährlichere Einwechselspieler zu tauschen. Diese Maßnahme ging nach hinten los. Görlitz verlor in der Folge die Kontrolle und die Zwickauer hatten den etwas längeren Atem. Sie erzielten einen Treffer nach dem anderen und gewannen letztendlich mit 6 zu 3.
Mit drei Niederlagen auf dem Konto steuerten die Lok-Jungs klar auf den sechsten Platz zu. Es gab noch eine Mini-Chance, zumindest die Chemnitzer Mannschaft doch noch zu einholen. Dazu musste ein hoher Sieg gegen sie im letzten Spiel her. Generell ging es jedoch einfach darum, nochmal alles zu geben und für einen positiven Abschluss zu sorgen. Dies gelang erfreulicherweise auch. Hier kam den Görlitzern zugute, dass sie so eine zahlenmäßig starke Mannschaft waren und damit jeder noch ein paar Kraftreserven hatte, während die Chemnitzer angesichts weniger Wechselmöglichkeiten nach drei anstrengenden Spielen schon etwas platt waren. Eine erste Unachtsamkeit in der Görlitzer Verteidigung führte zwar zum 0:1-Rückstand. Doch insgesamt zeigten die Lok-Jungs, dass sie aus ihren Fehlern gelernt hatten. Mit konzentrierter Abwehrarbeit und schwimmerischer Überlegenheit im eigenen Angriff drehten sie das Spiel. In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit setzten sie sich entscheidend auf 6 zu 3 ab. Dies war gleichzeitig der Endstand. Die Lok-Jungs feierten diesen Erfolg, schließlich hatten sie im vierten Anlauf in dieser Saison erstmals die Chemnitzer besiegt.
Trotzdem hatte Chemnitz die etwas bessere Tordifferenz als die punktgleiche Görlitzer Mannschaft, welche somit Sechster wurde. Dieses Ergebnis geht insgesamt in Ordnung und ist sogar die beste Platzierung, die ein Lok-Team beim Wasserflohcup jemals erzielt hat (es ist die dritte Teilnahme nach 2024 und 2025). Die Spiele zwischen den Mannschaften auf den Plätzen 3 bis 6 verliefen meist sehr ausgeglichen und dort hatte Görlitz letztendlich nur knapp das Nachsehen. Es lässt sich optimistisch in die Zukunft blicken, dass sich das Team auch in den kommenden Jahren im Mittelfeld der sächsischen Mannschaften behaupten kann.
Endstand:
1. SVV Plauen I
2. SVV Plauen II
3. Erfurter SSC
4. SV Zwickau 04
5. SC Chemnitz
6. SV Lok Görlitz
7. SV Fortuna Auerbach
8. SWV TuR Dresden
9. Wfr. Netzschkau
Für Lok Görlitz spielten: Gustav Maetschke, Ernst Friedrich, Hordii Tokar, Piet Lindner, Nick Thiemichen, Carl Köhler, Friedel Pohl, Lucian Haußig, Felix Müller, Tim Jackisch, Charlie Richter, Elias Ghannoum, Tillman Heise
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