Wasserball Oberliga - Lok verteidigt den fünften Tabellenplatz
Nach zuletzt zwei recht erfolgreichen Heimspieltagen mit drei Siegen und nur einer ärgerlichen Niederlage gegen Auerbach/Netzschkau standen nun wieder Auswärtspartien für die Görlitzer Männer an. Am 2.5. fuhren sie nach Dresden und am 10.5. nach Leipzig.
SV Lok Görlitz – SG Auerbach/Netzschkau 13:12 (3:3, 6:1, 1:5, 3:3)
In Dresden stand zunächst die Revanche gegen Auerbach/Netzschkau an. Ein Blick auf die Aufstellungen ließ befürchten, dass die Vogtländer noch stärker als im April einzuschätzen waren. Doch im Wasser sah es anders aus.
Auf ein ausgeglichenes erstes Viertel, welches unentschieden endete, folgte eine starke Phase der Lok-Männer im zweiten Abschnitt. Man überstand einige Unterzahlsituationen, erkämpfte sich auf der Gegenseite seinerseits Herausstellungen und schloss Konter erfolgreich ab. Das Resultat war eine klare 5-Tore-Führung zur Halbzeit. Doch direkt nach dem Seitenwechsel gab man diesen Vorsprung leichtfertig wieder her. Binnen weniger Minuten war die Spielgemeinschaft aus dem Vogtland wieder auf einen Treffer herangekommen. Zugute kam den Görlitzern allerdings, dass zwei Schlüsselspieler des Gegners im dritten Viertel ihre dritte Rausstellung sahen und fortan fehlten.
Trotz des knappen Spielstandes hatte Lok also die besseren Voraussetzungen, um den Schlussabschnitt für sich zu entscheiden. Doch die Vogtländer wehrten sich mit gewohnter Härte und konnten ausgleichen. Als eine reichliche Minute vor Schluss sogar das 12 zu 11 für Auerbach/Netzschkau fiel, schien sich die Geschichte aus dem Hinspiel zwei Wochen zuvor zu wiederholen, als Lok gegen denselben Kontrahenten einen sicher geglaubten Sieg aus den Händen gegeben hatte. Doch diesmal kam es anders und die Görlitzer behielten die Nerven. Eine Rausstellung im gegnerischen Center brachte eine Überzahl und Paul Schubert netzte zum 12:12-Ausgleich ein. Noch 36 Sekunden zu spielen und Auerbach/Netzschkau im Angriff. Bei 19 Sekunden vor Ende verloren sie den Ball, wodurch Görlitz eine Auszeit nehmen konnte. Nach einigen Pässen schloss Sebastian Förster ab und erzielte die umjubelte Führung für Görlitz. Da noch 7 Sekunden auf der Uhr waren, nahmen die Vogtländer ihrerseits eine Auszeit, schwammen anschließend mit sieben Feldspielern nach vorn und versuchten so den Ausgleich zu erzwingen. Doch der Wurfversuch ging übers Tor – Lok gewann mit 13 zu 12.
SV Lok Görlitz – SpVgg Dresden-Löbtau 24:15 (3:1, 7:4, 5:5, 9:5)
Im zweiten Spiel des Tages wollte man gegen die Gastgeber aus Dresden einen Pflichtsieg einfahren. Allerdings ging das punktlose Tabellenschlusslicht mit 1 zu 0 in Führung. Es dauerte ein paar Minuten, bis Lok in die Partie fand und zunehmend die Kontrolle übernahm. Der Vorsprung der Görlitzer wuchs, jedoch nicht so deutlich, wie man es sich erhofft hatte, und blieb lange Zeit bei ca. 5 Toren Differenz bestehen. Im Angriff machten es sich die Lok-Männer teilweise zu umständlich. In der Verteidigung bekamen sie den torgefährlichsten Löbtauer Spieler einfach nicht in den Griff, sodass dieser insgesamt neun Tore erzielen konnte. Bis in den Schlussabschnitt hinein war die Partie umkämpft, erst dann setzte sich Lok nochmals deutlich ab und gewann letztendlich standesgemäß, aber nicht vollständig überzeugend mit 24 zu 15. Mit zwei Siegen im Gepäck kehrte man also aus Dresden zurück.
Es spielten: Thomas Fischer, Steffen Hänisch, Gustav Brendler, Gunar Domschke, Sebastian Förster, Paul Schubert, Rico Funk, Ole Kubitz, Valentin Großmann, Andreas Eichner, Jörn Herzog
Der Spieltag in Leipzig eine Woche später stand unter ganz anderen Vorzeichen, weil diesmal starke Gegner aus der oberen Tabellenhälfte warteten und zudem die Görlitzer nur mit neun Mann antreten konnten. Somit ging es nur um Schadensbegrenzung.
SV Lok Görlitz – SC DHfK Leipzig 9:30 (0:10, 2:7, 3:7,4:6)
Es war das erste Aufeinandertreffen von Görlitz und Leipzig in dieser Saison – und sogar der erste Spieltag, an dem beide Teams überhaupt gleichzeitig anwesend waren. Somit hatte man im Vorfeld keine Chance gehabt, die Leipziger Mannschaft zu analysieren. Doch angesichts der bisherigen Ergebnisse waren sie stärker als im Vorjahr einzuschätzen. Dementsprechend stellte man sich auf ein schweres Spiel ein. So kam es auch und sogar schlimmer. Nach dem ersten Viertel war die Begegnung quasi entschieden, denn die Gastgeber führten bereits mit 10 zu 0. Die Lok-Männer warfen viele Bälle in die gegnerischen Blockarme, Centerzuspiele kamen nicht an und die Gegentore fielen viel zu schnell. Erst nach dem zwölften Leipziger Tor gelang Görlitz der erste Ehrentreffer. Mit zunehmender Spielzeit war man deutlich öfter erfolgreich. Leipzig hatte aber auch einen Gang heruntergeschaltet, um Kräfte für das zweite Spiel zu sparen. Dennoch gewannen die Messestädter alle vier Viertel und insgesamt mit 30 zu 9. Es ist den neun tapferen Görlitzern trotzdem hoch anzurechnen, dass sie bis zum Schluss fair weiterkämpften. Zum wertvollsten Spieler wurde teamintern Abwehrkrake Thomas Fischer gekürt, der als Mannschaftsältester erstmals in dieser Saison auf dem Feld aushalf und drei Treffer erzielte.
SV Lok Görlitz – SWV TuR Dresden II 9:18 (0:1, 4:5, 2:8, 3:4)
Für das zweite Spiel gegen TuR Dresden sahen sich die Lok-Männer in einer ähnlichen Außenseiterrolle. Dafür hielten sie extrem gut mit. Das erste Viertel ging nur knapp mit 0 zu 1 verloren. Auch das Halbzeitergebnis von 4 zu 6 war aller Ehren wert. Erst im dritten Viertel schwanden die Kräfte bei den Görlitzern, die nahezu durchspielen mussten, und die Begegnung nahm ihren erwarteten Verlauf. Dresden setzte sich auf 6 zu 14 ab. Den Schlussabschnitt verlor Lok nur mit 3 zu 4. Damit hatte sich die Görlitzer Rumpftruppe achtbar verkauft. Überhaupt gab es an diesem Tag auch ein paar positive Statistiken zu vermelden. Zum Beispiel wurden fünf von fünf Strafwürfen verwandelt und die Torquote bei Überzahlspielen lag immerhin bei 50%. Das haben wir in dieser Saison schon deutlich schlechter gesehen.
Es spielten: Tjard Costrau, Gustav Brendler, Gunar Domschke, Paul Schubert, Thomas Fischer, Ole Kubitz, George Jiji, Andreas Eichner, Valentin Großmann
Aktuelle Tabelle:
Platz | Team | Spiele | Tore | Gegentore | Punkte | ||
1 | SWV Plauen | 12 | 232 | 110 | 36 | : | 0 |
2 | SWV TuR Dresden II | 16 | 244 | 164 | 34 | : | 14 |
3 | SV Zwickau II | 14 | 257 | 176 | 32 | : | 10 |
4 | SC DHfK Leipzig | 14 | 240 | 186 | 24 | : | 18 |
5 | SV Lok Görlitz | 12 | 174 | 186 | 18 | : | 18 |
6 | SC Chemnitz | 12 | 158 | 185 | 9 | : | 27 |
7 | SV Halle II | 10 | 125 | 151 | 9 | : | 21 |
8 | SG Auerbach/Netzschkau | 14 | 165 | 252 | 9 | : | 33 |
9 | SpVgg Dresden-Löbtau | 10 | 80 | 265 | 0 | : | 30 |
Lok hat im Mai den fünften Tabellenplatz behauptet, doch dieser ist keineswegs sicher. Die Verfolger aus Halle und Chemnitz haben noch genügend Spiele offen, um aufholen zu können. Ob die Görlitzer noch weitere Punkte holen werden, hängt vor allem davon ab, ob es ihnen gelingt, zu den verbleibenden zwei Auswärtsspieltagen am 7.6. und 13.6. eine schlagkräftige Mannschaft ins Wasser zu bringen. Terminbedingt sieht dies momentan eher schlecht aus.
Bild zur Meldung: Ole Kubitz (Jg. 2009) warf in den vergangenen 4 Spielen insgesamt 6 Tore







