Wasserball Trainingslager Rabenberg

07.​08.​2026

Die fünfte Ferienwoche vom 2. bis 7. August 2026 verbrachten 18 Nachwuchs-Wasserballer des SV Lok Görlitz im Alter von 8 bis 13 Jahren auf dem Rabenberg für ein Trainingslager zur Saisonvorbereitung.

 

Sonntag

Um 10:30 Uhr startete die Gruppe am Neiße-Bad in Görlitz. Direkt nach der Ankunft auf dem Gelände des Sportparks Rabenberg im Erzgebirge stand am Nachmittag die erste lockere Wassereinheit im 50m-Becken an. Nach der langen Sommerpause galt es erst einmal, sich wieder an das Element Wasser zu gewöhnen. Außerdem wurden Videoaufnahmen vom Schwimmen, Wassertreten und Werfen gemacht. Anschließend wurden die Zimmer bezogen und zum ersten Mal das Buffet im Speisesaal gestürmt. Abends ging es in die Turnhalle. Bei Brennball und Zweifelderball waren Wurfkraft, Spielintelligenz und Teamfähigkeit gefragt.

 

Montag

Für die älteren Sportler stand am frühen Morgen eine Laufeinheit zum Wachwerden auf dem Programm. Einige der jüngeren joggten sogar freiwillig mit. Anschließend ging es für die gesamte Gruppe zum Frühstück und danach ins Wasser. Zum Abschluss dieses intensiven Vormittags stand noch ein Kraftkreis in der Turnhalle an. Nach dem Mittag war erstmal Erholung für den Körper angesagt. Nach einer kleinen Ruhepause trafen sich alle in den Seminarräumen. Eine Gruppe hatte zunächst Videoauswertung, die andere spielte Werwolf, später wurde getauscht. Bei der Analyse der Videoaufnahmen konnten die Kinder gut sehen, wie sie sich im Wasser bewegen und wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Sichtlich motiviert versuchten die Kinder dies gleich bei der nächsten Technikeinheit im Wasser umzusetzen. Nach dem Abendessen ging es in den Tanzsaal, aber nicht zum Tanzen, sondern für Lockerung/Dehnung und ein Abschlussspiel mit Pezzibällen.

 

Dienstag

Es gab nur eine Möglichkeit, an diesem Vormittag eine Schwimmhallenzeit zu bekommen, und zwar am frühen Morgen. Und somit hieß es: 6:30 Uhr aufstehen und 7:00 Uhr ab ins Wasser. Nach dem Frühstück war Regeneration angesagt. Vor dem Mittag gab es eine kleine Einheit Lockerung/Dehnung, nach dem Essen gingen alle nach draußen auf den Spielplatz und zur Kletterwand. Die zweite Wassereinheit des Tages fand diesmal ausnahmsweise in der 25m-Schwimmhalle statt. Bei der Hauptaufgabe 8x50m Kraul Steigerung (für die jüngeren) bzw. 10x100m Kraul Steigerung (für die älteren) gaben die Jungs und Mädels alles, besonders beim letzten Durchgang, welcher auf Zeit geschwommen wurde. Abends wurde wahlweise Fußball gespielt oder nochmal der Spielplatz getestet.

 

Mittwoch

Bei der Jogging-Einheit vor dem Frühstück nahmen diesmal nur noch vier Freiwillige teil, der Rest entschied sich für die Variante Schlafen. Den Vormittag verbrachte die Gruppe im Kletterwald und hatte auch bei dieser für Wassersportler ungewohnten Disziplin viel Spaß. Die einzige Wassereinheit an diesem Tag stand nachmittags an. Es wurden vor allem Überzahlkonter trainiert, und einige bekannte Schwächen bei der Chancenverwertung wurden wieder sichtbar. Erstmals spielten auch alle gemeinsam auf dem großen Feld Wasserball, trotz der Altersunterschiede innerhalb der Teams ergab sich ein interessantes Spiel. Für den Nachmittag hatten sich die Trainer eine besondere Theoriestunde überlegt: die Kinder sollten die Ernährungspyramide zeichnen. Dies wurde anschließend ausgewertet und ein Siegerteam gekürt. Bei den folgenden Mahlzeiten war tatsächlich ein Lerneffekt zu beobachten. Anstatt z.B. nur trockener Nudeln oder trockenem Reis wurde das Essen auf den Tellern der Kinder im Laufe der Woche insgesamt abwechslungsreicher. In der Turnhalle wurde wahlweise Floorball und Badminton gespielt, wobei auch die Trainer mitspielten und ordentlich ins Schwitzen kamen. Abends ging es diesmal zeitig ins Bett.

 

Donnerstag

Die vergangenen zwei Tage waren zwar sportlich, aber für den ein oder anderen noch nicht herausfordernd genug gewesen. Am Donnerstag stand mit insgesamt drei Wassereinheiten noch einmal ein echter Härtetest an. Vormittags wurde viel geschwommen, danach gab es wieder Lockerung/Dehnung im Tanzsaal. Damit sich wirklich alle wieder erholen, wurde nach dem Mittagessen eine besondere Maßnahme ergriffen: eine gemeinsame Mittagsruhe im Tanzsaal – einige haben auch wirklich geschlafen – und anschließend ein kleiner Spaziergang ums Gelände zum Wachwerden. Danach ging es wieder ins Wasser. Ähnlich wie am Vortag mit Ballübungen, Überzahlkontern und Spiel. Nach dem Abendessen folgte der schwimmerische Höhepunkt des Trainingslagers: umrahmt von Musik zur Motivation schwammen alle eine ca. einstündige Ausdaueraufgabe. Für die ältesten 50x50 Kraul, für die jüngeren 3x10x50 Kraul bzw. 25x50 mit wechselnden Schwimmarten. Stolz stiegen alle aus dem Wasser. Viele sagten nachher: „Ohne die Musik hätten wir das nicht geschafft“.

 

Freitag

Nach dem Frühstück wurden die Zimmer geräumt. Dann ging es noch ein letztes Mal ins Wasser. Ein letztes Mal Wasserballspiel. Und ein letztes Mal den Genuss des Essensbuffets erleben. Dann fuhren alle nach Hause. Mit vielen Erlebnissen im Gepäck starten die Wasserballer nun fit in die neue Saison.  

 

Bild zur Meldung: Wasserball Trainingslager Rabenberg