Schwimmtrainingslager-Tagebuch
Sonntag
Arrrrrr ihr Landratten,
es ist wieder soweit. Unsere Sportler hieven sich ein weiteres Mal auf den Rabenberg.
Für die Erstteilnehmer gab es nach dem Zimmerbezug aber erstmal eine kleine Rundtour über das weitläufige Gelände.
Benannter Zimmerbezug lief dabei mehr oder weniger reibungslos ab. Schlussendlich hat aber jeder seine Koje beziehen und einrichten können.
Und ohne weiters Aufheben ging es sogleich in das berüchtigt eiskalte Nass des Rabenbergs für die mittlere Altersgruppe.
Das geschah aber auch erst nach so manchem Staunen über die langjährig notwendige Sanierung der alten und so manchem sehr verhassten kleinen Halle (25m).
Für die Großen jedoch gab es erstmal eine kurze Athletiksession mit viel Spiel (Freital hat dominiert) und etwas LD (görlitzer Fachjargon für Lockerung und Dehnung).
Aber auch die alten Gestelle dürften sich nach dem ausgiebigen und das ganze Jahr lang ersehnte Abendessen ebenso in die berüchtigte Brühe werfen. Unser Chef Uli quälte uns dabei mit zu viel Beinarbeit.
Auch die Kleinsten waren nach dem Essen noch im Wasser, wobei der Redaktion zum Redaktionsschluss noch keine Infos über deren Programm vorliegt.
Damit geht auch schon der erste halbe Tag zu Ende und alle gehen die nächsten Tage erwartend oder dürfen in ihre Bettchen.
Wir verabschieden uns nun auch.
Tschüss, macht's gut
Wir suchen unsern Hut
(geschrieben vom SCF)
Montag
Ahoj (tschechisch Hallo),
Der erste volle Tag auf dem Rabenberg wurde nun erfolgreich beendet.
Nachdem alle Sportler nach einem mehr oder weniger erholsamen Schlaf erwachten und langsam realisierten, dass eine harte aber auch abwechslungsreiche (wie es unser Sport nunmal hergibt) Woche bevorsteht, begaben sie sich sukzessive zum vielfältigen und allgemein beliebten Frühstück.
Unsere kleinsten, deren Tag voll im Symbol des Beines (im Form von Laufen und Beinetest) stand durften gleich danach die Rabenberger Wasserwelt genießen und ihr Können beweisen. Erfreulich für unsere Kleinsten ist sicherlich auch der Zustand, das (bis jetzt) nach dem Abendessen Schicht im Schacht ist und niemand mehr die müden Knochen bemühen muss.
Anders sah es bei den Mittleren bis großen aus.
Beide tobten sich in einer morgendlichen Athletikeinheit aus. Die eigentlichen Technikaufnahmen fielen für die Alten wortwörtlich ins Wasser, da unser Görlitzer Technik-Routinier leider erkrankte.
Chef Ulli ließ aber niemanden mit der hohen Kunst einer gut beherrschten Bewegungsausführung in Ruhe und feuerte eine Technikübung nach der nächsten auf die Alten Gestelle und gab sogar eine kurze Theorieeinlage für alle zum Besten.
Die mittleren Wasserratten hingegen, feilten heute besonders an ihren Wenden. Diese sollen nämlich, entgegen allgemeiner Annahme jener Athleten, schnell und explosiv ausgeführt werden und am besten mit einer Tauchphase.
Rongolf, notorisch ningelich, beäugte jeden mit Argusaugen, sodass womöglich doch noch Hoffnung besteht.
So. Da der Montag nun endlich, wenn auch mit einigen wenigen sich anbahnenden Erkältungen, vorüber ist, meldet sich nun auch die Redaktion in die wohlverdiente Bettruhe ab.
Wir wünschen allen eine geruhsame Nacht.
Genug Radau, wir sagen Tschau!
Euer SCF
Dienstag
Servus, Moin und Hallo,
Und wieder schreibt eure fleißige Redaktion (FSJ-Sina, Tuberkulose-Mojo und viele andere) vom Rabenberger Hochgebirge.
Der Dienstag ist, wie es seit Jahrzehnten Gang und Gebe ist, einer der trainingsintensivsten Tage. In diesen Geschmack durfte Rongolfs Mittlere Gruppe heute bereits vor dem schmakotastischen Frühstück kommen. (Die größten Zittern schon in dem Wissen, gleiches erleiden zu müssen) Jenes wurde dann aber auch freudig einverleibt. Typisch.
Die kleinsten unserer Wasserwesen durften sich bei einer morgendlichen Athletiksession erstmal ein wenig ihr Matten gegen andere Sportler auf dem Rabenberg "erkämpfen". Schwimmer wie sie sind haben sie natürlich obsiegt. Schlussendlich. Bekannter Maßen ist Geduld und Zeit das beste Mittel. Aber natürlich war auch erneut massig Zeit sich im Wasser auszutoben. Selbstverständlich unter absolut professioneller Aufsicht von Ilka und Nici, sodass uns am Ende des TL mit Sicherheit absolut gestählte Wassersportler erfreuen werden.
Gemeinsam mit den Mittleren haben jene angehenden, aquatischen Athleten einen von Benni gestemmten Waldlauf durch das dichte rabenberger Unterholz unternommen. Bei manchen war die Begeisterung über das Ausdauertraining an Land etwas verhaltener, als bei anderen, die vorbildlich mit ihren schnellen Schritten den Boden zum Beben gebracht haben. So zumindest die Beschreibung der Einheimischen, zu heutigen seismischen Aktivitäten.
Die kränkelnden, Kadaver (aka die Großen) hatten heute das Vergnügen, eines unbedingt notwendigen Start und Wendentraining, dass ein Redaktionsmitglied krankheitsbedingt mit von außen betrachten musste. Es war ein grauenvoller Anblick. Wirklich. Nichtsdestotrotz wurden jene schwimmttechnischen Katastrophen in die Mukkibude geschickt, um sich womöglich als Muskelprotze zu beweisen. Auch das mit gewissen Hochs und Tiefs. Spaß hatten jedoch alle, die Hauptsache war also erfüllt.
Nach einer noch viel zu späten Einheit bis halb zehn, die sogar der angeschlagene Redaktionist mitzuschwimmen vermochte, kam der Tag aber auch langsam zu einem Ende.
Resümierend lässt sich also sagen: das Training knallt, die Muskeln brennen, die Trainer meckern. Alles also wie immer auf dem Rabenberg. Alles gut. Die Motivation hält sich oben und damit verabschieden wir uns in die heutige Bettruhe.
Das Training ist hart wie Brett.
Also jetzt ab ins Bett!
(Fabriziert vom SCF)
Nachtrag Mittwoch
Die größte anzunehmende Katastrophe verhindert(e) leider aktuell größere Ausführungen zur Lage und die älteren Teilnehmer sind an den noch vor ein paar Jahren auf dem Rabenberg herrschenden Normalzustand erinnert: Internet/WLAN-Ausfall komplett. Und man läuft mit hochgerecktem Handy irgendwo rum, um ein paar Funkwellen zu erhaschen. Ansonsten alles paletti, trotz gestrigen Ausdauereinheiten in allen Gruppen sind alle munter auch heute am Start, am...
Donnerstag
BURGERTAG!!!
Das große kulinarische Highlight der Woche kam nach langer "Hungerstrecke" dann doch noch. Unsere Großen, an erster Stelle Neumi, nutzten also dann gleich die Chance, sich den Wanz ordentlich vollzuschlagen. Für die Uneingeweihten sei gesagt: auf dem Rabenberg stets eine gefährliche Taktik. Immerhin riskiert man gefährlich schwer im Magen liegendes Essen, während des Trainings, dass schon nicht selten zu Komplikationen geführt hat. Kleine Ausfälle eben. Mimimi würden einige behaupten.
Aber trotz dieses Lichtblickes muss erwähnt bleiben, dass der Tag, der berüchtigte Donnerstag, seit Tag und Jahr einer der krachensten ist (Fachjargon für einen sehr anstrengenden Tag).
Für die großen ging es wie bereits angekündigt mit einer gefährlichen Morgeneinheit los, die der ein oder andere nur am Rande seiner Kräfte bewältigen konnte. Und hier muss erwähnt bleiben, dass der heutige Plan trügerisch scheint, mit seinen großen freien Flächen. Denn das Abendessen wurde sogleich von 2 Wassereinheiten flankiert, was aber durch die zuvor erreichte Entspannung im Tanzsaal durch unseren Erzählbär-Ulli kompensiert werden konnte.
Die mittleren wiederum litten unter Rongolf, der eine besondere Faszination an dem Wort "diabolisch" fand, was er sogleich in seine Einheiten fließen ließ. Heißt konkret: 30 Wochenkilometer im Wasser. Er war darüber sehr stolz.
Die kleinste Gruppe wurde heute von Helenas Geburtstag bereichert. An der Stelle natürlich noch einmal die besten Glückwünsche für unsere Nachwuchssportlerin.
Doch sie blieb nicht allein damit. Unser Begleiter Benni, bekannt für Athletik und Waldlauf darf sich ab heute ebenso ein Jahr älter nennen.
Naja. Glücklicherweise kann erwähnt werden, dass der Großteil aller Heimwehtränen nunmehr vertrieben und durch Schweißperlen ersetzt wurden. Die Trainerschaft dürfte sich darüber am meisten freuen. Sollte doch etwas vorliegen, wurde die Woche stets unsere fleißige FSJ-Sina geschickt. Souverän gelöst und weiter ging's.
Resultat der Woche: Alle sind geschafft, Muskelkater ist ein treuer Begleiter geworden und der Lichtblick Namens Buffet ist der große Hoffnungsträger aller Sportler. Genauso wird jene Essensausgabe nebenbei auch immer leergeräumt, sobald unsere hungrigen Athleten darauf losgelassen werden.
Aber als kleines feines Highlight, bevor es morgen das letzte Mal in die Rabenberger Kältebrühe geht, war der von der großen Gruppe organisierte Nachtlauf mit Horroreinlage. Schreie, Masken, Entführung und Knaller inklusive. Mit kleinen Süßigkeiten als Belohnung. Freude. Für die einen mehr als für die anderen etwas besonderes. Auch muss festgehalten werden, dass sich die Navigation durch den Wald für manche, doch noch schwer ist. Sind vermutlich trotzdem alle wiedergekehrt. Spaß gemacht hat es auf jeden Fall.
Wie geht es jetzt weiter?
Nachdem alle nachtluftgekühlt in die Kojen gehuscht sind, stehen morgen noch die 60x50 an und die 100x25. Leckeres Essen muss es natürlich auch nochmal geben, um sich bis nächstes Jahr eine Reserve anzuessen.
Die Schreibwerkstatt räumt somit auch langsam ihre Plätze.
Wenn es dann morgen heim geht werden sicherlich noch einige mit einem trauernden Auge zurückblicken.
Aber nächstes Jahr ist es ja schon wieder soweit.
Ein herzliches Tschaukakao und in Anlehnung an letztes Jahr auch ein schönes Vorknochenende
Die SCF-Schreiberlinge
Freitag
Die letzten Einheiten wurden heute förmlich weggebretzelt. Das Haus 8 schlummerte nach einer Woche geballtem Freital/Görlitzer Schwimmer-Radau kurz nach neun sauber beräumt und friedlich im Rabenberg-Wald. Als Location für das Abschluss-Foto mit der ganzen Truppe wurde diesmal die große Schwimmhalle ausgewählt und dann gings auch schon zur letzten Chance, sich am Rabenberg-Buffet gütlich zu tun. Dann Verabschiedung von unseren Freitaler Freunden und alle Görlitzer (bis auf Selbstfahrer-Maleen) verschwanden mitsamt Gepäck im SchmidtSchwarz-Bus. Rabenberg-Reservierung zur TL-Neuauflage 2025 ist erfolgt!
Bild zur Meldung: Schwimmtrainingslager-Tagebuch