Wasserball - U12 gewinnt den Bezirkspokal
Zum Saisonauftakt stand für die U12 der Bezirkspokal in Zwickau an. Es wurde nach Beach-Wasserball-Regeln gespielt, was u.a. bedeutete: nur drei Feldspieler und keine Pause nach einem Torerfolg. Somit wurde das Spiel intensiver. Es nahmen sieben Teams teil, davon gleich zwei von Lok Görlitz.
Görlitz II
Für die zweite Lok-Mannschaft war zu erwarten, dass sie eher auf den hinteren Plätzen landen würde. Als jüngstes Team im Wettbewerb ging es vor allem darum, Spielerfahrung zu sammeln. Im Viertelfinale trafen die Jungs auf Leipzig. Die Messestädter reisten mit nur fünf Spielern an, die zwar wettkampfunerfahren, aber körperlich und technisch dennoch reifer waren. Die anfangs klar unterlegenen Görlitzer schafften es mit zunehmender Spielzeit immer öfter, sich im Angriff richtig zu positionieren und sich eigene Torchancen herauszuspielen. Das letzte Viertel war das stärkste – hier gelang ein 3:3-Unentschieden. Insgesamt setzte sich Leipzig aber deutlich mit 24 zu 5 durch.
Somit ging es für Görlitz II nur noch um die Plätze 5 bis 7. Gegen die SG Auerbach/Netzschkau erhoffte sich Lok größere Chancen, doch zu einem Sieg reichte es noch nicht. In der Verteidigung fehlte es an der Beweglichkeit und Schnelligkeit, um am Gegner dran zu bleiben. Umso besser funktionierten die Konter nach einem Ballgewinn. So konnte die Niederlage deutlich in Grenzen gehalten werden. Im dritten Viertel gelang sogar wieder ein Unentschieden. Mit 8 zu 18 mussten sich die Görlitzer abermals geschlagen geben, hatten aber bewiesen, dass sie nicht zu Unrecht an diesem Wettbewerb teilnahmen.
Im letzten Spiel gegen Zwickau verließen die jungen Lok-Sportler allmählich die Kräfte. Die Gastgeber zogen im ersten Viertel mit 8 zu 0 davon. Immerhin konnte das zweite Viertel ausgeglichen gestaltet werden. Auch nach dem Seitenwechsel kämpften die Görlitzer weiter, erzielten immer wieder Achtungserfolge, ließen sich aber auch eine Reihe von Gegentoren innerhalb kürzester Zeit einschenken. Die Konterversuche wurden von den Zwickauern meist clever abgefangen, und so endete das Spiel 4 zu 28. Trotzdem war es ein wertvoller Spieltag für das junge Team. Die Jungs haben bewiesen, dass sie Fortschritte in den letzten Monaten gemacht haben.
Görlitz I
Die erste Lok-Mannschaft startete dagegen deutlich ambitionierter in den Wettbewerb. Das Viertelfinale gegen Auerbach/Netzschkau galt als Pflichtaufgabe und wurde souverän gemeistert. Die Jungs benötigten ein paar Minuten, um richtig warmzuwerden, konnten sich dann aber allmählich absetzen und in der zweiten Halbzeit das Spiel doch noch klar dominieren. Sie gewannen mit 17 zu 3.
Im Halbfinale wartete der SVV Plauen, welcher sich zuvor im Duell zweier Mitfavoriten gegen Zwickau durchgesetzt hatte. Es wurde ein intensives Match mit wechselseitigen Führungen. Mal wurden Gegentore per direktem Konter wieder ausgeglichen, mal Überzahlsituationen kläglich vergeben. Die Chancenverwertung wurde zum entscheidenden Faktor. Es gab zahlreiche Herausstellungen, vor allem auf Plauener Seite, doch zu wenige Möglichkeiten wurden genutzt. Und kein einziger Strafwurf fand ins Tor: hier stand bei Görlitz eine katastrophale Bilanz von 0 aus 4, bei Plauen 0 von 1. Es fielen aber Treffer aus dem Spiel heraus. Bis zum Ende des dritten Viertels konnte sich nie eine Mannschaft auf mehr als ein Tor Vorsprung absetzen. Vor dem letzten Anschwimmen stand es 6 zu 6 unentschieden. Der letzte Abschnitt verlief dann allerdings überraschend einseitig. Die Lok-Jungs hatten die größeren Kraftreserven, nutzten jetzt endlich auch ihre Torchancen und Plauen hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Mit einem 4:0-Viertelergebnis entschieden die Görlitzer diese Begegnung mit 10 zu 6 für sich und zogen ins Finale ein.
Im Endspiel wartete die Mannschaft aus Leipzig, welche im bisherigen Turnierverlauf von seinen Gegnern noch nicht ernsthaft gefordert wurde. Somit war etwas unklar, inwiefern sie mit der stark aufspielenden Görlitzer Mannschaft mithalten konnten. Max bekam die Aufgabe zugeteilt, den stärksten Leipziger Spieler aus dem Spiel zu nehmen, was ihm gut gelang. Generell stand die Verteidigung sehr sicher, was der Schlüssel zum Sieg war. Leipzig kam anfangs kaum bis zum Görlitzer Tor. Und wenn doch, dann war Gustav zur Stelle. Der jüngste Torwart aller sieben Mannschaften war an diesem Tag eindeutig der beste. Lok zog schon im ersten Viertel auf 4 zu 0 davon. Bis zur Halbzeit wurde diese Führung auf 8 zu 1 ausgebaut. Die meisten Treffer erzielte Kalle, der mit seiner Leistung konstant zwischen Genie und Wahnsinn pendelte 😉 Da Lok im Gegensatz zu Leipzig mehrere Auswechselspieler hatte, konnte man sich den Luxus erlauben, den stärksten Spielern auch einige Pausen zu geben und frische Kräfte zu bringen, während die Leipziger nahezu durchspielen mussten. Die Messestädter kamen immer öfter zu Torchancen, doch entweder die Kräfte oder das Spielglück hatte sie komplett verlassen. Meist stand Gustav, die Latte oder der Torpfosten im Weg. So ging das dritte Viertel auch wieder knapp mit 2 zu 1 an Görlitz, obwohl Leipzig diesmal die etwas bessere Mannschaft war. Aber Spielerfahrung ist manchmal auch etwas wert: als die Leipziger nach einer Auszeit noch unsortiert waren, warfen die Görlitzer ins leere Tor. Das letzte Viertel gehörte noch einmal eindeutig den Neißestädtern. Schöne Konter, oft eingeleitet durch weite Abwürfe von Gustav, und Abschlüsse von Tymur und Elias präzise in den Winkel ließen die mitgereisten Görlitzer Zuschauer jubeln. Mit einem 15:3-Sieg stiegen die Lok-Jungs stolz aus dem Wasser. Es war für sie der erste Turniersieg überhaupt. Entsprechend wurde gefeiert und der Trainer ins Wasser geworfen.
Dieser erfolgreiche Tag hat gezeigt, dass sich das Training und auch das Trainingslager gelohnt haben und wir dieses Jahr in der Altersklasse U12, aber ebenso in der U10, gut aufgestellt sind. Fairerweise sei erwähnt, dass die stärksten Spieler aus Plauen und Leipzig an diesem Tag fehlten. Diese beiden Vereine werden uns dieses Jahr deutlich überlegen sein. Aber Platz 3 bei der sächsischen Landesmeisterschaft sollte nach diesem tollen Saisonauftakt das erklärte Ziel sein.
Görlitz I: Gustav Maetschke, Ernst Friedrich, Tai Teresak, Kalle Herzig, Friedel Pohl, Max Jackisch, Tymur Lifintsev, Elias Ghannoum
Görlitz II: Charlie Richter, John Weise, Piet Lindner, Nick Thiemichen, Albert Schöne, Lucian Haußig, Felix Müller, Tim Jackisch
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